Papferding/Walpertskirchen –
Der gleichnamige Dreiakter von Daniel Kaiser wird gerade vom Theaterverein Wapertskirchner Brettl einstudiert. Die Proben laufen auf Hochtouren.
Die Bühne wird zum Hotel, das schon bessere Tage gesehen hat. Dort quartieren sich die sportlichen Damen ein, um ihre Trainingswoche dort abzuhalten. Die taffen Frauen teilen sich die Zimmer mit putzigen Kakerlaken, was nicht gerade für Begeisterungsstürme sorgt.
Hotelbesitzer Paul Gruber (Josef Furtner) wächst die Arbeit über den Kopf, weil das Konkurrenzhotel ihm sämtliches Personal abgeworben hat und das, obwohl seine Bleibe fast ausgebucht ist. So verteilt sich die Arbeit auf wenige Schultern, wobei der Zimmerservice einfach nicht existiert.
Unzufriedene Gäste machen ihrem Ärger Luft. Da gibt es ein dubioses Pärchen, das in der Hotellobby die Lage checkt. Die undurchschaubare Oceana Schneider (Magdalena Glockshuber) und der zweifelhafte Baron von Falkenstein (Markus Huber) geben sich die Ehre. Romantische Gefühle der resoluten Chefboxerin (Maria Gaigl) geraten in Wallung, als sie virtuell auf Partnersuche geht, was dem neugierigen Hotelbesitzer nicht verborgen bleibt.
Boxerin Alina (Andrea Brielmair) hingegen hat ein Rendezvous mit Ekelfaktor – ihr ist beim Joggen was in die Klamotten gekrabbelt. Spitze Schreie erschüttern das Hotel. Derweil inspizieren die Teamkolleginnen ihre Zimmer (Maria Adelsperger und Marlene Neisser). Und dann gibt es noch einen seltsamen Herrn Freudlos (Florian Hötscher), eine geheimnisvolle Dame (Adelheid März) und zwei undurchschaubare Männer (Christian Büchlmann und Martin Fertl).
Diese kunterbunte Gästeschar bringt den Hotelbetrieb, der sowieso schon in Schieflage geraten ist, ganz schön ins Schwanken. Ob das Hotel Seeblick gerettet werden kann, diese Frage wird hier nicht verraten. Und es gibt in dem Verlauf des Stücks noch andere knifflige Rätsel zu lösen.
Regie führt Florian Hötscher, Spielleiter ist Lorenz Straßer. Josef Glockshuber und Tobias Barth sorgen für die Technik, Vroni Hötscher und Christina Glockshuber für die Maske. Souffleuse ist Rosi Ippisch. Hinter den Kulissen ist zudem ein fleißiges Helferteam tätig, um die landwirtschaftliche Halle in ein Theater mit Bewirtungszelt zu verwandeln.
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